Designer Kunihiko Morinaga: Fashion im Retro-8-Bit-Design

Damals, da spielten wir am Commodore C64 oder Atari 800 XL. Heute an Konsolen, PCs oder Mobile. Doch die damaligen Spiele-Grafiken im Pixel-Design haben mit Minecraft eine Retro-Welle erlebt. Von solchen Sachen lassen sich Modedesigner beeinflussen. Echt!

Diese Kollektion ist zwar für Modefreaks schon wieder Retro, weil aus dem Jahr 2011, doch es passt gerade wunderbar zu meinen Gamer-Revival. Als Modeblogger darf / sollte man alle Formen der Inspiration zulassen.

Ich habe das Label ANREALAGE angeschrieben und habe eine knapp 400 MB Bilder-Datei zum Download erhalten. Aus der Bilderauswahl hier meine Favoriten:

Kunihiko_Morinaga_ANREALAGE_Low-Pixel-Kleid

Gut, ich fühle mich bei dem Kleid wirklich an Minecraft erinnert. Wer noch?

Kunihiko_Morinaga_ANREALAGE_Jacke

Könnte fast schon so als Streetwear gelten,
doch die gestrickten Ärmel gehen GARNICHT!

Kunihiko_Morinaga_ANREALAGE_Jeans

Jacke und Jeans würde in der Stadt nicht groß Auffallen.
Nur die “Brille” finde ich neben der Spur.

Weitere Bilder bei Designboom, TokioTelephone und TokyoFashionDiaries.com. Gerade die Fashion-Seite zeigt interessante Bilder der Kollektion. Man müsste nur Japanisch lesen können…

Low-Pixel-Shoes-Smart-Wear

Für mich der Renner: Die Low Pixel Pumps. Sie haben es sogar ins virtuelle Schuhmuseum geschafft. Preis: Unbestimmt. Leider gibt es diese Absätze nicht als Bestelloption bei Shoes of Prey. Hat die schon jemand als Datei für den 3D-Drucker aufbereitet? Wer mag / kann?

Shoes of Prey: High-Tech-Shop, Handmade Production

Shoes of Prey will in Deutschland auf den Schuhmarkt. Mit diesem Konzept: Handgemachte Schuhe, die sich die Kunden selbst Designen. Erinnert ein wenig an die Nike-Turnschuhe zum Zusammenklicken. Ist es wohl auch. Ich habe mir trotzdem den Shop angeschaut.

Shop: High-Tech

Ja, für einen sich im Web bewegenden Mann ist der Shop keine Rocket-Science. Und der Anmeldeprozess für meinen Account ist meines Wissens nach nicht in Deutschland zugelassen: Kopplung von AGB-Bestätigung und Newsletter-Anmeldung mit einer Check-Box.

Shoes-of-Prey-Anmeldung

Von echten Designen kann man an der Stelle nicht sprechen, wenn es um die Schuhgestaltung geht. Klar, als Mann habe ich mir gleich die Highheel-Version für die Screenshots ausgesucht. In Orange. Die Auswahlliste der Materialien umfasst auch “echte Schlangenhaut” und andere Varianten, die bei mir nur ein Stirnrunzeln hervorrufen können. Neben dem Thema Tierschutz: Über Geschmack lässt sich ja vortrefflich Streiten.

Shoes-of-Prey-Customize

Nach dem Auswahlprozess, der mich an einen Autokonfigurator erinnert, gelangt man dann zum finalen Produkt und damit zum Warenkorb. 180 Euro für ein paar Schuhe ist für den Deichmann-Kunden zu teuer und für den nächsten sind 180 Euro für das Non-Standard-Design ein Schnäppchen. Das mag jeder für sich Entscheiden.

Shoes-of-Prey-Order

Der eine kauft ja auch ein Billig-Handy für 20 Euro und der Nächste BRAUCHT das Designersondermodell. Gleiches Spiel mit Handtaschen und all den anderen tollen Designerprodukten, die unser Leben schöner machen.

Produktion: Low-Tech

Der Produktionsvorgang ist laut dem Video echt noch gute alte Handarbeit. Oder… es sind vorgefertigte Rohlinge, die dann in Akkordfertigung den von der deutschen Kundin bestimmten Schuh-Skin erhalten. Am Ende… muss eine Frau so einen Schuh eine Weile getragen haben und die Qualität wirklich beurteilen zu können. Richtig?